Reisebericht

Tauchsuche

Suchen Sie Ihr Ziel aus!

Hier finden Sie unseren Online-Katalog!

Melden Sie sich hier für unseren Newsletter an!

Zu Weihnachten auf die Malediven!

16.12.2019 Reiseberichte

Reiseberich über einen Aufenthalt auf Meedhupparu, Raa Atoll, vom 16.12. bis 31.12.2019 von Ansgar Damm

Eine glückliche Fügung ermöglichte es uns, dass wir zusammen mit unseren Kindern Ende 2019 einen zweiwöchigen Urlaub planen konnten. Nach einigem hin- und her fiel die Wahl auf die Malediven. Der Besuch auf der InterDive in Friedrichshafen half bei der Detailplanung. Das Reiseunternehmen Tu.R hat uns einen wirklich bemerkenswerten Service geboten.

Organisation und Betreuung der Reise

Die Betreuung in Malé ist vorbildlich. Man wird in Empfang genommen und zum internen Terminal für das Wasserflugzeug weitergeleitet. Auch das Durchchecken des Gepäcks wird betreut. Die Wartezeit auf das Wasserflugzeug bei der Anreise betrug über 3h. Da hätte ich mir nach dem langen Flug einen schnelleren Anschuss gewünscht, es war aber noch o.k. Die Wartelobby ist gut ausgestattet, es gibt sogar eine Nackenmassage, die man kaum ausschlagen kann.

Die Organisation des Rückflug lief perfekt. Info zum Ablauf am Vorabend vom Hotel, Start in der Hotellobby, Transport zum Anleger, Flug nach Malé, direkter Anschluss zum Flug nach Frankfurt zurück. Der Rückflug ab Malé war gegen 11.35h, trotzdem mussten wir auf der Insel erst um 9.00h mit dem Wasserflugzeug starten (Achtung: zusätzlich 1h Zeitversatz zwischen den Resortinseln und Malé).

Meedhupparu

Die Insel traf vollständig unseren Geschmack: Nicht zu groß, nicht zu vollgestopft. Auf dem Weg zum Restaurant hatten wir den Eindruck, durch einen Tropenwald zu gehen.  

Auch bei Vollauslastung, was in der zweiten Woche ab Weihnachten der Fall war, wirkte der Strand nicht voll. Lediglich zu den Essenszeiten im Hauptrestaurant wurde es merklich voller.

Unser Bungalow lag etwas zurück vom Ufer, was aber ebenfalls ein Glückstreffer war. Der Weg zum Strand ist dennoch nur ein paar Meter. Der Baumbestand liefert immer genügend Schatten, so dass man sich auch ab der Mittagszeit auf der Terrasse aufhalten konnte.

Die Einrichtung der Bungalows ist zweckmäßig und in einem ansprechenden Design. Offenbar hatten wir auch einen der neu renovierten Bungalows (gebuchte Kategorie: Deluxe Beach Villa). Der Service ist freundlich, unaufdringlich und serviceorientiert. Die Minibar wird einmal täglich bestückt, Trinkwasser wird 2x täglich in Glasflaschen bereitgestellt. Zur Anreise findet man dort auch eine Flasche Sekt. Zu Weihnachten gab es zusätzlich Kuchen und Pralinen als kleine Aufmerksamkeit. (Hinweis: Gebucht wurde die Verpflegung All inclsuive ultra).

Es gibt mehrere Restaurants. Sonderwünsche werden sehr ernst genommen und vorbildlich umgesetzt. Meine Frau hatte während des Urlaubs Geburtstag und wir hatten uns einen Platz im Restaurant dicht am Wasser gewünscht. Das wurde sehr schön umgesetzt, sogar ohne Aufpreis. Wir hätten auch das spezielle Angebot des Hauptrestaurants mit Beach Dinner nehmen können, was aber einen erheblichen Zusatzpreis (fast 200$ für zwei Personen) bedeutet hätte.

In allen öffentlichen Einrichtungen und im Bungalow gibt es WLAN. Die Übertragungsgeschwindigkeit war unter den gegeben Umständen gut bis sehr gut.

Das Servicepersonal ist durchgängig sehr freundlich, bemüht und entgegenkommend. Leider gibt es keine zentrale Kasse für Trinkgelder. Es ist nicht einfach, bei der Menge des Personals gerecht Tips zu verteilen.

Das Hauptrestaurant bietet bereits eine sehr breite Vielfalt an Speisen an. Zusätzlich wird jeden Abend das Thema variiert. In zwei Wochen wurde das Essen nicht langweilig. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit in das indische Restaurant zu wechseln oder das Café Mass zu nutzen (24h Service!).

Für den 24.12. hätte man abends einen Tisch reservieren sollen. Die Kommunikation dazu war nicht sehr klar. Obwohl wir keine Reservierung hatten, konnten wir aber an dem Dinner teilnehmen. Der betriebene Aufwand war beeindruckend, die Gestaltung und die Vielzahl der Speisen überwältigend. Das Küchenpersonal hat bereits fast 24h vorher angefangen und alle Künste aufgeboten.

Es gibt nur wenige Wasserbungalows. Man bekommt nicht das Gefühl, als Bewohner der Strandbungalows ein Gast zweiter Klasse zu sein, da praktisch alle Einrichtungen (außer dem speziellen Restaurant für die Wasserbungalows) frei zugänglich sind.

Tauchbasis

Die Tauchbasis Dive Point ist sehr serviceorientiert und gut organisiert. Kurzfristige Änderungen (An- und Abmeldungen) sind kein Problem. Das Gerät wird immer schon vorher auf das Boot verladen, anschließend gereinigt und weggeräumt. Nach Abschluss der Tauchgänge wurde die Ausrüstung gründlich gereinigt, desinfiziert und getrocknet. Der Transport vom Bungalow zur Basis und zurück wurde ebenfalls organisiert.

Die Briefings vor dem Tauchen waren immer vollständig, ausreichen, aber nicht überzogen.

Die Tauchboote sind sehr geräumig. Auch wenn viele Taucher mitfahren, ist ausreichend Platz. Das Einsteigen in das Boot ist bequem möglich. Bei Bedarf kann man sich im Wasser ausziehen, das Gerät wird von der Bootscrew an Bord gezogen.

Tauchen

Wer als Taucher auf die Malediven fliegt, sollte vorher wissen, dass die Riffe dort in den vergangenen Jahren durch die Korallenbleiche stark geschädigt wurden. Das war auch mir bekannt. Allerdings ist es etwas anderes, wenn man das dann vor Ort tatsächlich sieht.

Die ersten Tauchgänge waren zusätzlich „getrübt“ durch schlechte Sicht und starken Wellengang. Normalerweise ist der Wechsel der Monsunzeiten Anfang November innerhalb von zwei Wochen abgeschlossen. In 2019 hat dieser Wechsel bis Ende Dezember angedauert. Starke Regenfälle verbunden mit Wind und entsprechendem Seegang waren die Folge. An unseren ersten drei Tagen konnten wir nicht tauchen gehen.

Viele der angefahrenen Tauchplätze wiesen erhebliche Schäden an den Korallen auf. Dennoch gibt es überall große Fischschwärme und viele verschiedene Fischsorten zu sehen. Einige wenige Tauchplätze weisen einen gesunden Korallenbestand von ca. 80% auf. Allerdings sind auch hier praktisch keine Tischkorallen zu sehen und insgesamt keine großen Korallenblöcke.

Dagegen gibt es ausgedehnte Anemonenfelder, unter Überhängen auch Weichkorallen und vereinzelt Fächerkorallen.

Die Anzahl der Putzerstationen, an denen Mantas zu sehen sind, scheint sich nach Angabe der Tauchbasismitarbeiter ebenfalls zu reduzieren. Offenbar verziehen sich die Mantas dort, wo Bautätigkeiten begonnen werden. Allerdings konnten wir bei einem Tauchgang diese faszinierenden Tiere bewundern.

Die Vielfalt der Tauchplätze bei normalerweise bester Sicht und der große Fischreichtum machen die Malediven aber auf jeden Fall zu einer lohnenden Tauchdestination.

Der Hinweis von Tu.R, dass unserer Tochter als CMAS* bzw. AWD Taucherin zusätzlich das Deep Dive Speciality haben sollte, war goldrichtig. Sie hatte dadurch beim Tauchen keinerlei Einschränkungen hinzunehmen.

Die Tauchplätze erstrecken sich über das gesamte südliche Atoll, da die Insel zentral liegt. Die Anfahrten dauern bis zu einer Stunde. Es ist problemlos möglich, drei Tauchgänge am Tag zu machen und dennoch die Annehmlichkeiten des Hotels zu genießen.

Sonstige Tipps

Die Sitzplatzreservierung im Flugzeug (Condor X Leg) würde ich nicht unbedingt empfehlen. Die Plätze hinter einer Trennwand (zur Business Class) bieten nicht sehr viel mehr Beinfreiheit als in den normalen Reihen. Es gibt allerdings Plätze an den Notausgängen, die tatsächlich deutlich mehr Beinfreiheit bieten. Ich (192cm groß) würde den Aufpreis für die Sitzplatzreservierung bei Condor nicht unbedingt wieder betreiben.

 

Zusammengefasst

Wir waren mit dem Urlaub sehr zufrieden. Ich kann die Insel empfehlen, wenn man keine „überzogenen“ Erwartungen hat. Das Preis-Leistungsverhältnis erscheint mir sehr gut zu sein.