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Mexiko 2019

08/20/2019 Reiseberichte

Zu Besuch im Land der Maya, Höhlen und Guacamole

Ende Juni ging es zusammen mit einer Reisegruppe nach Mexiko, an die Riviera Maya. Von Frankfurt aus flogen wir Nonstop nach Cancún, auf die Halbinsel Yucatán. Nach nur 50 min Fahrtzeit erreichten wir unser 5-Sterne-Hotel „Sandos Playacar“ in Playa del Carmen.

Unser Hotel: Das „Sandos Playacar Beach Resort“ liegt direkt am Meer und bietet alle Annehmlichkeiten, die man von einem 5-Stern-Hotel erwarten kann. Vier À-la-carte-Restaurants sowie ein Buffet-Restaurant sind im All-Inclusive-Tarif bereits enthalten. Die Hotelanlage ist trotz ihrer beachtlichen Größe sehr ruhig. Es gibt exklusive Familien- sowie Paarbereiche mit eigenen Poolanlagen, außerdem verschiedene Sportplätze, Bühnen und sogar einen Streichelzoo. Die Anlage besticht aber vor allem durch ihre üppige Vegetation und die direkte Strandlage. Der angrenzende Dschungel rundet das Bild einer grünen Oase perfekt ab.

Um den touristischen Stadtkern und die dort gelegene Tauchbasis „DiveMex“ zu erreichen, kann man entweder den Fahrradverleih im Hotel nutzen, ca. 30 min zu Fuß gehen oder sich für eine 10-minütige Taxifahrt entscheiden. Wir haben uns deshalb für „DiveMex“ entschieden, da die Tauchbasis individuelle Pakete unter wie über Wasser anbietet, sodass wir trotz unserer kurzen Reisedauer einen großartigen Überblick bekamen.

Den ersten Tauchtag verbrachten wir im karibischen Meer an der Playa del Carmen: Da hier die Stadt in verschiedene Gebiete aufgeteilt ist, die jeweils nur von bestimmten Taxifahrern bedient werden dürfen, ist verhandeln nicht nötig. Umgerechnet 5,00 € kostete uns die Fahrt zur Tauchbasis.

Dort angekommen erledigten wir die Anmeldung, zeigten unsere Zertifizierungen und besprachen den Plan für die anstehende Woche. Im Anschluss packten wir unser Tauchequipment zusammen. Mit dem Pick-up erreichten wir nach 10-minütiger Fahrt den Anleger und verstauten unser Equipment auf dem Boot. Die Tauchplätze um Playa del Carmen sind nicht weit entfernt. Kurze Fahrtzeiten mit dem Boot machen vor allem diese Tauchgänge interessant für Familien. Wie üblich war der erste Tauchgang ein Checktauchgang. Mit einer maximalen Tiefe von 12 Metern hatten alle Teilnehmer ausgiebig Zeit ihr Equipment zu checken und sich für die kommenden Tage einzutauchen.

Meine Highlights: Bei den Tauchgängen rund um Playa del Carmen erwarteten uns Schildkröten, Muränen, Barrakudas und kleine Fischschwärme. Nach ca. einer Stunde ließen wir uns vom Boot abholen und verbrachten dort unsere Oberflächenpause. Beim zweiten Tauchgang erwartete uns mittlere bis starke Strömung, die uns über ein Riff „fliegen“ ließ. Viele Hartkorallen sowie das blühende Leben des karibischen Meeres machten den Tauchgang unvergesslich.

Am zweiten Tag unserer Reise widmeten wir uns dem Höhlentauchen: Mexiko ist bekannt für seine Cenoten. Diese 24 Grad warmen unterirdischen Flüsse locken jedes Jahr Taucher und Badegäste mit ihrem kristallklaren Wasser. Da nicht alle Teilnehmer Erfahrung mit dem Höhlentauchen hatten, wählten wir zwei Cenoten aus, die auch für Anfänger geeignet sind. Das bedeutet, das wir immer im Bereich des Tageslichts tauchten und immer die Sonne und somit den nächstgelegenen Ausgang der Höhle sehen konnten.

Die erste Cenote ist auch für Nichttaucher ein beliebtes Ausflugsziel, da sie über einen großen See verfügt, der zum Baden einlädt.

Mit einer Leine tauchten wir im See ab und begaben uns zum Höhleneingang. Unser Guide führte uns sicher durch die Höhle, vorbei an riesigen Felsformationen, Stalaktiten und Stalagmiten. Am anderen Ende der Höhle schien die Sonne durch verschieden Öffnungen in der Höhle und bot ein unbeschreibliches Lichtspiel.

Der zweite Höhlentauchgang an diesem Tag brachte uns in eine Höhle, die im Vergleich zu der ersten einen kleinen Einstieg hatte. Die riesige domartige Höhle war durch verschiedene Löcher in der Höhlendecke sehr hell und bot uns einen guten Kontrast zu der bereits betauchten Höhle.

Nach den Tauchgängen nutzten wir das nahgelegen Touristische Zentrum von Playa del Carmen und suchten uns in einer Vielzahl von bunten und einladenden Bars und Restaurants eine Bar mit Live Musik, um unser „Dekobier“ zu genießen.

Mein Highlight des zweiten Tauchtages ist vielmehr eine Erkenntnis: In Mexiko sind auch für Tauchneulinge die ersten Schritte Richtung Höhlentauchgang super machbar – sicher und mit einem hohen Spaßfaktor!

Tag 3: Schnorcheln mit Walhaien

Am nächsten Tag brachen wir früh morgens auf, um uns ein Naturschauspiel anzusehen, welches in dieser Form nur vor Mexiko zu sehen ist. In den Sommermonaten kommen mehrere hundert Walhaie an die Küste Mexikos! Mit einer kleinen Gruppe fuhren wir aufs Meer hinaus und suchten die Walhaie. Nach bereits einer Stunde fanden wir ca. 30 Tiere, mit denen wir zwei Stunden lang schnorchelten. Die Begegnung mit einem so großen und gleichzeitig so gelassenen Tier ist sicherlich ein Erlebnis, welches niemand so schnell vergisst.

Auf dem Rückweg hielten wir für einen Snack vor Cozumel. Natürlich war auch genügend Zeit eingeplant, um an den weißen Traumstränden zu baden.

Tag 4: Tauchen an der Insel Cozumel

Der nächste Tag stand dann wieder ganz im Zeichen des Tauchens. Zu Fuß machten wir uns von der Basis auf den Weg, um mit der Fähre nach Cozumel überzusetzen. Dort angekommen erwartete uns das Tauchboot, mit dem wir uns die Tauchplätze rund um Cozumel anschauen wollten. Im Vergleich zu Yucatán sind hier mehr Weichkorallen zu finden. Überhänge, Torbögen und kleine Höhlen sind über und über mit Korallen bedeckt. Schildkröten, Makrelen, Barrakudas sowie die vielen kleinen, bunten Fische an den Riffen begleiteten uns an beiden Tauchgängen.

Tag 5: Nationalpark & Maya Tempel

Am Tag vor unserer Abreise hatten wir uns vorgenommen die Landschaft und natürlich die weltberühmten Maya Tempel zu besuchen. Zu Beginn unseres Tages besuchten wir den größten Nationalpark des Landes. Der Sian Ka’an Nationalpark erstreckt sich über 5260 km2. Zum Vergleich: Diese Fläche ist doppelt so groß wie das Saarland. Für alle, die sich auch darunter nichts vorstellen können: Der Nationalpark ist ungefähr 739.000 Fußballfelder groß!

Mit einem Boot fuhren wir über die kristallklaren Flüsse des Nationalparks, legten Stopps ein, um zu baden und ließen uns in einer Schwimmweste einen Fluss entlangtreiben. Auf dem Rückweg besuchten wir die Maya Tempel. Die zum Teil restaurierten Pyramiden bieten im Dschungel einen beeindruckenden Anblick, der an eine Indiana Jones Kulisse erinnert.

Mein Fazit:

Mexiko und besonders Yucatán ist ein abwechslungsreiches, über wie unter Wasser faszinierendes Reiseziel. Durch seine Vielseitigkeit ist Mexiko somit für Familien- und Tauchurlaube gleichermaßen geeignet, wie für alle, die gerne Strandurlaube mit Ausflügen und sportlichen Aktivitäten kombinieren.