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Malediven - Eriyadu Island 2017

10/19/2017 Reiseberichte

Malediven erleben – für erholungssuchende Anfänger und Fortgeschrittene Taucher!

Eine Woche Malediven auch für Tauchanfänger? Wir haben es für Dich getestet!

 

Die Urlaubsplanung ist bei uns nie einfach. Meine Frau hat gerade erst mit dem Tauchen begonnen, möchte daher Tauchplätze mit möglichst wenig Materialaufwand und vor allem ohne tagesfüllende Programme betauchen. Denn neben dem Tauchen werden im Urlaub unzählige Bücher verschlungen und vor allem am Strand entspannt.

Ich bin Tauchlehrer und liebe das Tauchen vor allem in warmen Gewässern. Nur am Strand liegen ist nichts für mich, daher gibt es bereits bei der Planung des anstehenden Urlaubs eine ganze Menge zu beachten.

 

Tauchmekka Malediven

Die Malediven sind wegen ihrer weißen Strände und des türkisfarbenen Wassers bei Touristen aus aller Welt beliebt. Vor allem aber ist die Unterwasserwelt berühmt und dank Großfisch und ganzjährig warmem Wasser für viele auf Platz 1 der Reiseziele. Diese Kombination aus einzigartigem Tauchen mit unvergesslichen Stränden und einem entspannten Ambiente, war genau das, was auch wir suchten.

 

Da uns allerdings nur sieben Urlaubstage zur Verfügung standen, musste die Reise sorgfältig geplant sein.

 

Drei Dinge waren für uns entscheidend:

  1. Aufgrund der relativ langen Flugzeit wollten wir den Transfer so kurz wie möglich halten.

  2. Um die Kosten überschaubar zu halten, sollte All Inclusive angeboten werden.

  3. Eine professionelle Tauchbasis mit einem Hausriff war unverzichtbar.

     

    Nachdem diese Kriterien fest standen, grenzten sich die Angebote schnell ein.

     

    Die im Frühjahr 2017 frisch renovierte Insel Eriyadu bietet all das, was wir gesucht haben. Durch ihre Lage im Nord-Male-Atoll, dauert der Transfer vom Flughafen Male mit dem Boot nur eine Stunde. Ein All-Inclusive-Angebot ist vorhanden, die Tauchbasis wird von den Eurodivers betrieben und die Insel ist komplett von einem Riff umgeben.

     

    Die Anreise

    Von unserem Wohnort Essen, ging es zunächst mit dem Auto zum Flughafen nach Frankfurt am Main. Da das Zugticket deutlich teurer gewesen wäre, buchten wir im Voraus einen Parkplatz für 69,- €. Am Parkplatz angekommen, wurden wir von einem Shuttlebus direkt zum Terminal gebracht.  

     

     

    Nach einer Flugzeit von 9,5 Stunden (Condor nonstop) wurden wir am Flughafen der Hauptstadt Male bereits von der Reiseleitung unseres Veranstalters erwartet. Die Abfertigung am Flughafen verlief schnell und reibungslos. Das Flughafenpersonal sowie die Zollbeamten waren besonders freundlich und hilfsbereit.

     

    Weiter ging es dann für ca. 50 Minuten per Boot. Der Bootsanleger befindet sich unmittelbar vor dem Flughafenausgang. Die kurzweilige Fahrt sowie der Ausblick auf das türkisblaue Wasser und die weißen Sandstrände, bestärkten die Vorfreude.

     

    Erstmal auf der Insel Eriyadu angekommen, wurden wir vom freundlichen Team direkt am Steg in Empfang genommen. Die Hotelmanagerin begrüßte alle Gäste persönlich in der Hotellobby und erklärte, wie das Leben auf der Insel abläuft. Im Anschluss wurden wir zu unserem Bungalow geführt und nur wenige Minuten später wurde unser Gepäck geliefert. Wir waren in einem Bungalow mit direktem Zugang zum Meer untergebracht, außerdem standen uns zwei Liegen zur eigenen Verfügung.

     

    Wohnen

    Die Doppel-Bungalows sind geräumig, sehr sauber und modern eingerichtet. Aufgrund der massiven Bauart und einer Trennwand auf der Veranda, haben wir unsere Nachbarn weder gehört noch gesehen. Das Bad ist mit einer Badewanne und einer Dusche unter freiem Himmel ausgestattet. Als besonders praktisch haben wir die zwei Eingänge empfunden. Ein Eingang führt über die Terrasse direkt ins Zimmer und ein weiterer Eingang führt direkt ins Bad. Draußen kann man sich an einem kleinen Wasserhahn die Füße abduschen, somit trägt man den Sand nicht in den Bungalow.

    Die Zimmer werden zweimal täglich gereinigt. Auch wenn wir zu den üblichen Reinigungszeiten noch im Zimmer waren, wurde unser Zimmer zu einem späteren Zeitpunkt gereinigt.

    Bereits um 6 Uhr morgens wird vom Hotelpersonal jede Veranda nahezu geräuschlos gereinigt und zwei Flaschen Mineralwasser zur Verfügung gestellt. Zu keinem Zeitpunkt war das Personal aufdringlich oder hat unseren Tagesablauf gestört.

     

     

    Die Insel

    Eriyadu ist eine relativ kleine Insel, die man in ca. 15 Minuten komplett umlaufen kann. Trotzdem findet man dort alles, was man braucht. Eine Rezeption mit einem kleinen Shop, ein Restaurant und eine große Bar mit einer beleuchteten Terrasse auf dem Meer, auf der man bei einem Cocktail Haie beobachten kann. Eine Tauchbasis, eine Wassersportbasis, ein Massagebereich, ein Fitnessstudio, ein Fußballplatz sowie ein Badmintonplatz runden das Freizeitangebot ab.

     

    In unserem All-Inclusive-Arrangement waren natürlich Frühstück, Mittag- und Abendessen enthalten sowie ein Mittagssnack von 16 – 17 Uhr. Softdrinks und eine mehr als ausreichende Auswahl an alkoholischen Getränken, wie Longdrinks und Cocktails, sind ebenfalls in der All?Inclusive-Verpflegung enthalten. Da wir in der Nebensaison (Ende August) die Insel besucht haben, waren nicht viele Gäste auf der Insel, was allerdings nicht nachteilig war, da sich das Personal damit sehr flexibel gezeigt hat und z.B. spontan das Abendessen an den Strand zum BBQ verlegt hat.

     

    Das Essen war sehr gut und abwechslungsreich. Fisch, Fleisch sowie verschiedene Currys (auch gerne mal sehr scharf) standen jeden Tag zur Auswahl. Von Kartoffeln, Reis, Pommes und verschieden Süßspeisen mal ganz abgesehen – es war für jeden Geschmack etwas dabei!

     

     

    Das Tauchen

    Wir waren aber nicht nur zum Essen und Trinken auf Eriyadu, sondern vor allem zum Tauchen.

    Beim Check-In in der Tauchbasis wurden wir überaus freundlich begrüßt und bekamen zunächst die Basis gezeigt. Nachdem das Equipment verstaut war, die Brevetierungen, Logbuch und die Tauchtauglichkeit überprüft wurde, bekamen wir ein ausführliches Briefing, um uns mit dem Ablauf beim Tauchen vertraut zu machen.

    Auch hier ist zu erwähnen, dass alle Tauchlehrer und das gesamte Personal sehr freundlich, zuvorkommend und hilfsbereit waren. Basenleiter Dirk und sein Personal sprechen alle deutsch und englisch und vermitteln alle wichtigen Dinge sehr ruhig und angenehm, sodass man sich bereits nach kurzer Zeit auf der Basis wie zu Hause fühlt.

     

    Da die Insel komplett von einem Riff umgeben ist, gibt es am Hausriff viel zu entdecken.

    Wir empfanden es als perfekt, dass es vier Ein- und Ausstiege um die gesamte Insel gibt. Alle Ein- und Ausstiege sind mit einer Oberflächen-Boje sowie einer weiteren Boje auf 5 m gekennzeichnet. Die Kennzeichnung hat zwei Gründe: Zum einen befinden sich die Ein- und Ausstiege an Bereichen, an denen der Sandboden bis zur Riffkante reicht, sodass man keine Korallen beim Betreten oder Verlassen des Tauchplatzes zerstört und zum anderen sind an diesen Stellen Bänke am Strand aufgestellt, an denen man seine Tauchsachen an- bzw. ausziehen kann. Man kann also um die komplette Insel herum tauchen! Es ist alles super anfängertauglich, aber auch Profis kommen auf ihre Kosten.

    Schwarz- und Weißspitzenriffhaie, Ammenhaie, Schildkröten, Adlerrochen und diverse andere Riffbewohner – hier gibt es immer und überall was zu sehen.

     

    Bevor wir allerdings das Riff auf eigene Faust erkunden konnten, stand zuerst ein Checktauchgang auf dem Programm. Direkt vor der Basis haben wir zunächst die Maske ausgeblasen und den Atemregler zurückerlangt. Danach tauchten wir mit dem Guide an der Riffkante entlang. Unser Guide war während des gesamten Tauchgangs sehr aufmerksam, ohne dabei aufdringlich zu sein. Wir haben viele interessante Dinge sehen können, die wir ohne den Guide niemals entdeckt hätten. Zum Ende des Tauchgangs musste jeder Taucher seine Boje setzen. Danach durften wir zu jeder Zeit selbständig am Hausriff tauchen gehen.

     

    Am Eingang der Tauchbasis hing eine Liste, auf der wir uns vor dem Tauchgang eintragen konnten. Hier wurde vermerkt, wer mit wem zu welcher Zeit an welchem Einstieg tauchen geht. Um nicht immer von der Tauchbasis starten zu müssen, konnten wir unser Equipment vom Personal der Tauchbasis zu unserem gewünschten Einstiegspunkt bringen lassen. Nach dem Tauchen haben wir die Tauchzeit sowie den Restdruck vermerkt und unseren Ausstiegspunkt angegeben. Somit wurde unser Gerät vom Personal zur Basis zurückgebracht. Man genießt also einen perfekten Rundum-Service!

     

    Unter anderem haben wir einen Tagesausflug zum Mantapoint, zur Tunafactory und zum Schildkrötenspot gemacht, was wirklich empfehlenswert ist. Wir sind um 8 Uhr morgens losgefahren und waren um 17 Uhr wieder auf der Insel. Am Mantapoint befindet sich eine Putzerstation für Mantas und als wir abtauchten, waren sie auch schon da und begleiteten uns fast den gesamten Tauchgang. Ein absolutes Highlight für jeden Taucher! Umgeben von Mantas hielten wir uns unter Wasser an den Steinen fest und beobachteten das Spektakel!

     

    An der Tunafactory wird Thunfisch verarbeitet und die Reste werden ins Meer geworfen, dementsprechend ist dort richtig viel los. Es versammeln sich ohne Ende Muränen, Rochen und alle anderen hungrigen Lebewesen. Der Tauchplatz hat meistens eine mittlere bis starke Strömung, sodass man sich unter Wasser festhalten muss.

    Dafür wird man mit einem unglaublichen Fischreichtum belohnt, sobald die Fischabfälle ins Wasser geworfen werden. 30 – 40 Stachelrochen kommen in diesem Moment aus der Tiefe geschossen und stürzen sich zusammen mit Muränen auf die Fischabfälle.

     

    Am Schildkrötenspot geht es natürlich darum, so viele Schildkröten wie möglich zu sehen und gerne wird dieser Spot auch von Schnorchlern genutzt. Die Korallen an diesem Spot sind mit grünen Algen überzogen, die von den Schildkröten gefressen werden. Wir haben neben verschieden Haien ca. 15 Schildköten während dieses Tauchgangs sehen können.

     

    Neben den vielen schönen Tauchgängen, waren wir tagsüber oft Schnorcheln. Das Riffdach ist mit seinen Bewohnern und den verschiedenen Korallen für alle Taucher oder Schnorchler bestens geeignet. Bei fast jeder Schnorcheltour konnten wir Schildkröten, Adlerrochen und Ammenhaie beobachten.

     

    Für alle Nichttaucher kann man an der Wassersportstation neben Surfbrettern und Katamaranen auch ein Glasboden-Kanu mieten. Somit kann man die Unterwasserwelt auch trockenen Fußes erleben.

     

    Man merkt also, dass die Insel verschiedenste Möglichkeiten bietet, damit keine Langeweile aufkommt.

     

    Entpannung Pur

    Möchte man jedoch entspannen, so ist dies am schneeweißen, puderfeinen Sandstrand möglich. Hier gibt es eine weitere Bar mit kühlen Erfrischungen direkt in der Nähe.

    Die Hauptbar befindet sich am Pool auf der anderen Seite der Insel. Die Lounge Möbel laden zum Entspannen ein und man kann den tollen Ausblick auf die Lagune genießen.

     

    Fazit:

    Auch wenn 7 Tage für eine Fernreise kurz erscheinen, bietet die Kombination aus Nonstop-Flug und kurzem Transfer zur Insel genug Zeit zum Erholen und Tauchen. Dank der Ruhe auf der Insel und das selbstbestimmte Tauchen am Hausriff, haben wir uns trotz der kurzen Zeit bestens erholt.

    Die Unterbringung sowie das All-Inclusive-Angebot haben den Urlaub zu einer unserer schönsten Reisen gemacht. Damit war es sicherlich nicht unser letzter Besuch auf der schönen Insel Eriyadu.

     

    Besonders erwähnenswert ist die von uns gebuchte Deluxe-Bungalow-Kategorie, da sie ein halboffenes Badezimmer hat. Bei den Bungalows handelt es sich zwar um Doppelbungalows, d.h. man hat einen direkten Nachbarn, wir haben davon aber nichts mitbekommen und würden jederzeit wieder diese Kategorie buchen.